Den Koffeinkonsum während der Stillzeit kontrollieren
Grüner Tee enthält Teein. Deshalb sollten stillende Frauen ebenso wie Schwangere ihren Konsum im Auge behalten. In zu großen Mengen aufgenommenes Koffein geht nämlich in die Muttermilch über und kann vom Baby aufgenommen werden.
Wussten Sie schon?
Teein und Koffein sind im Grunde dasselbe Molekül, wirken jedoch unterschiedlich auf unseren Körper. Woran liegt das?
- Eine Tasse Tee enthält weniger Teein als eine Tasse Kaffee. Mit anderen Worten: Eine Tasse Tee wirkt weniger aufputschend als eine Tasse Kaffee.
- Obwohl sie aus demselben Molekül stammen, nimmt der Körper sie unterschiedlich auf. Koffein ist „bioverfügbar“, das heißt, es steht sofort zur Verfügung und gelangt sehr schnell ins Blut, während Teein über die Zeit hinweg allmählich freigesetzt wird. Deshalb sagt man, dass Kaffee anregend wirkt, während Tee belebend ist.
- Schließlich enthält Tee eine ganz besondere Aminosäure namens L-Theanin, die angstlindernd wirken soll. In Verbindung mit Teein sorgt sie für jene „energiegeladene Ruhe“, die so typisch für Tee ist und ausschließlich in diesem Getränk vorkommt. Ideal, um mentalen und körperlichen Stress abzubauen!
Dennoch sollte man bedenken, dass jeder Mensch einzigartig ist und eine unterschiedliche Toleranz und Empfindlichkeit gegenüber Koffein/Teein aufweist. Die oben genannten Wirkungen werden daher nicht zwangsläufig von jedem gleichermaßen wahrgenommen.
Wie viele Tassen grüner Tee pro Tag während der Stillzeit?
Es ist schwer zu sagen, wie viel Teein eine Tasse grüner Tee enthält. Der Teeingehalt variiert nämlich von Tee zu Tee je nach den spezifischen Anbaubedingungen (Erntezeitpunkt der Blätter und Knospenanteil). Zudem reagiert jeder Mensch unterschiedlich auf Teein.
Die französische Behörde für Lebensmittelsicherheit (ANSES) empfiehlt dennoch, während der Stillzeit nicht mehr als 2 bis 3 Tassen grünen Tee pro Tag zu trinken*.
Zudem empfiehlt es sich, den Konsum über den Tag hinweg zu berechnen, da diese Teeindosis an andere koffeinhaltige Lebensmittel wie Schokolade, Kaffee oder Limonade angepasst werden sollte.
Es spricht also nichts gegen den Genuss von grünem Tee, solange er in Maßen konsumiert wird. Ein ärztlicher bewertungen ist im Zweifelsfall immer unerlässlich. Kusmi Tea empfiehlt Ihnen daher, Ihren behandelnden Arzt zu befragen.
Verringert das Trinken von grünem Tee die Muttermilchproduktion während der Stillzeit?
Diese Frage wird häufig von Müttern gestellt, die stillen möchten oder ihr Baby stillen. Es gibt dazu keine eindeutigen Belege. Es ist bekannt, dass grüner Tee aufgrund seines hohen Tanningehalts die Aufnahme von pflanzlichem Eisen durch den Organismus verringert, bei Eisen aus Fleisch* ist jedoch keine nennenswerte Auswirkung festzustellen. Um ganz sicherzugehen, dass grüner Tee Ihre tägliche Nährstoffaufnahme nicht beeinträchtigt, empfehlen wir Ihnen, Ihre Tasse grünen Tee mit zeitlichem Abstand zu den Mahlzeiten zu trinken.
Kann man während der Stillzeit entkoffeinierten grünen Tee trinken?
Ja, das Herstellungsverfahren dieser Grünteesorte verringert den Teeingehalt. Dennoch sollten Sie beachten, dass immer eine Restmenge enthalten bleibt. Zudem variiert diese Menge von Tee zu Tee.
Wie wählt man seinen grünen Tee während der Stillzeit aus?
Am wichtigsten ist es, auf eine hohe Qualität des grünen Tees zu achten, vorzugsweise mit Bio-Siegel. Dieses garantiert nämlich einen umweltschonenden Anbau und eine nachhaltige Verarbeitung des Tees – ganz ohne Pestizide!
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Die gesundheitlichen Vorteile von grünem Tee
Grüner Tee besitzt zahlreiche positive Wirkungen auf Gesundheit und Körper:
- Er ist reich an Antioxidantien (Catechine, insbesondere EGCG), die eine wichtige Rolle beim Schutz des Körpers vor bestimmten Erkrankungen spielen. Grüner Tee soll dabei helfen, freie Radikale zu bekämpfen und der vorzeitigen Zellalterung entgegenzuwirken.
- Dank L-Theanin soll grüner Tee eine beruhigende Wirkung haben. Diese Aminosäure soll das Gehirn positiv beeinflussen und zum Abbau von mentalem und körperlichem Stress beitragen.
Kräuter- und Früchtetee, Alternativen zu grünem Tee
Kräuter- und Früchtetees stellen ebenfalls eine hervorragende Alternative für alle Mütter dar, die ihren Teekonsum während der Stillzeit reduzieren oder einstellen möchten. Um herauszufinden, welches Aroma und welche Zusammensetzung für Sie am besten geeignet sind, wenden Sie sich gerne an Ihren Arzt. Er kann Sie über milchbildungsfördernde Pflanzen (Fenchel, Brennnessel...) und speziell für diese Zeit entwickelte Kräutertees beraten.
Es gibt also keine Einwände gegen das Trinken von grünem Tee während der Stillzeit, sofern Sie Ihren Konsum kontrollieren. Es kommt ganz auf die Menge an! Ein moderater Genuss von grünem Tee stellt für das Baby keinerlei Gefahr dar, und die Mutter kann weiterhin von den Vorzügen dieses Getränks profitieren. Bei Fragen oder Zweifeln wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.


